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Letzte Ernteschätzung vor der Ernte 2016

Letzte Ernteschätzung vor der Ernte 2016

Swiss granum geht bei der letzten Ernteschätzung vor der Ernte 2016 von folgenden Mengen aus: 423‘000 t backfähiges Brotgetreide, 477‘000 t Futtergetreide (inkl. nicht backfähiges Brotgetreide), 18‘500 t Eiweisspflanzen und knapp 91‘000 t Ölsaaten. Aufgrund der starken Niederschläge sowie dem erhöhten Krankheitsdruck ist eine präzise Voraussage zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Für eine Gesamtbeurteilung müssen deshalb die weiteren Erhebungen von swiss granum abgewartet werden.

Im Vergleich zum langjährigen Mittel war es im Mai und bis Mitte Juni deutlich zu nass. Die Sonne liess sich ebenfalls kaum blicken. Die Temperaturen lagen im Mai 0.6 Grad unter der Norm 1981-2010. Ende Mai wurden die Kulturen aus diesem Grund schlechter beurteilt als noch im April. Trotz des regnerischen Wetters präsentieren sich die Wintergetreidekulturen in recht gutem Zustand. Kulturen wie Sommerweizen, Sommergerste, Silo- und Körnermais, welche im Mai in der Jugendentwicklung standen, leiden weit mehr unter den nassen Bedingungen. Generell ist regional unterschiedlich jedoch bei allen Kulturen ein erhöhter Krankheitsdruck (z.B. Gelbrost, Septoria) festzustellen. Vereinzelt ist auch Lagerung bei der Wintergerste zu beobachten. Eine präzise Voraussage ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Für eine Gesamtbeurteilung müssen die weiteren Erhebungen von swiss granum abgewartet werden.

Backfähiges Brotgetreide
Beim backfähigen Brotgetreide kann mit einer, verglichen mit den Jahren 2011-2013, stabilen Erntemenge gerechnet werden. Die Brotweizenernte wird auf 400‘000 t geschätzt. Die Dinkelernte liegt mit 13‘000 t tiefer als im Vorjahr. Die Roggenernte wird mit 9‘200 t auf vergleichbarem Niveau wie 2013 geschätzt. Die Erntemenge an backfähigem Brotgetreide wird insgesamt auf ca. 423‘000 t geschätzt.

Futtergetreide inkl. nicht backfähiges Brotgetreide
Die geschätzte Futterweizenernte liegt mit knapp 52‘000 t tiefer als in den beiden Vorjahren. Mit 190‘000 t liegt die erwartete Gerstenernte im Rahmen des Vorjahres. Die geschätzte Hafermenge liegt in der Grössenordnung der letzten fünf Jahre. Bei Triticale wird mit einer um 5.5% höheren Menge gerechnet als 2015. Für eine genaue Prognose der Körnermaisernte ist es noch zu früh. Die aktuelle Schätzung liegt mit 137‘000 t auf dem Niveau des Jahres 2014.
Die Futtergetreideernte 2016 wird auf ca. 477‘000 t geschätzt. Darin inbegriffen ist ebenfalls die nicht backfähige Menge an Brotgetreide, welche auf ca. 38‘500 t veranschlagt wird. Bei optimalem Witterungsverlauf und guten Erntebedingungen kann ein Teil dieser Menge im Mahlgetreidesektor abgesetzt werden.

Ölsaaten und Eiweisspflanzen
Die Rapsernte wird mit 75‘600 t deutlich tiefer als im Vorjahr geschätzt (- 13.1%). Die Sonnenblumenernte bewegt sich mit 10‘100 t über dem Vorjahresniveau (+ 3.4%). Insgesamt ist bei den Ölsaaten mit knapp 91‘000 t eine Abnahme verglichen mit dem Vorjahr zu erwarten. Bei den Eiweisserbsen und somit auch bei den Eiweissträgern insgesamt wird ein leichter Anstieg erwartet (+ 10.1% resp. + 9.9%). Die geschätzte Menge beträgt 18‘500 t.

Die Aussagen zu den Erntemengen 2016 sind immer noch mit entsprechender Vorsicht zu geniessen, da die theoretischen Ernteschätzungen von der Praxis abweichen können.

Swiss granum

Redaktion

Preisbänder für Kartoffeln werden erhöht

Preisbänder für Kartoffeln werden erhöht

Das mittlere Preisband wird bei allen konventionellen und Bio-Kartoffeln gegenüber dem Vorjahr um 0.50 Fr. pro 100 kg erhöht, wie swisspatat mitteilte.

Die Vertreter von Produktion, Handel und Industrie konnten sich innerhalb der swisspatat auf die mittleren Preisbänder und Übernahmebedingungen für die Kartoffelernte 2016 einigen. Bei allen konventionellen und Bio-Sorten wird das mittlere Preisband gegenüber dem Vorjahr um 0.50 Fr. / 100 kg erhöht.
Hinweise für eine strukturelle Abweichung von Angebot und Nachfrage seien aktuell keine vorhanden. Das Umfeld sei jedoch seit der Aufhebung der Untergrenze des EUR-CHF-Wechselkurses härter geworden, was auch die Kartoffelbranche spüre.

swisspatat

Säle

Überwachungsanlage zur Beobachtung von Pflanzenwachstum

Überwachungsanlage zur Beobachtung von Pflanzenwachstum

Die Pflanzenwissenschaftler der ETH Zürich haben vor kurzem in Lindau-Eschikon eine weltweit einmalige Anlage in Betrieb genommen: eine Feldphänotypisierungsanlage. Damit können die Forschenden Kulturpflanzen präzise vermessen und überwachen.

Mit der sogenannten Feldphänotypisierungsanlage werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Kulturpflanzen fast über das ganze Jahr hinweg genau untersuchen können. Damit wollen sie herausfinden, worin sich einzelne Sorten voneinander unterscheiden, wie lange diese bis zur Blüte brauchen oder wie die Entwicklung von der Temperatur oder Bodenfeuchte abhängt. Die Wissenschaftler untersuchen derzeit hunderte kleiner Plots verschiedener Sorten von Weizen, Soja, Mais, Buchweizen und Futtergräsern.
Mit der Überwachungsanlage können die Forschenden auch erkennen, ob und wie sich Pilzkrankheiten auf den Pflanzen entwickeln oder wie viel Unkraut den Boden bedeckt. «Die Anlage hilft langfristig der Pflanzenzüchtung und der Präzisions-Landwirtschaft», fasst Achim Walter, Professor für Kulturpflanzenwissenschaften der ETH Zürich zusammen.

In den Ecken des 100 mal 130 Meter grossen Versuchsfelds der ETH stehen vier 24 Meter hohe Masten. Von deren Spitzen verlaufen Doppel-Aramidseile hin zum beweglichen Sensorkopf, der bis zu sieben Meter über dem Boden schwebt. Elektrische Seilwinden am Fuss der Masten regulieren die Länge der Seilabschnitte zwischen dem Sensorkopf und den Masten. Dadurch ist der Sensorkopf überall über dem Versuchsfeld frei positionierbar – und das ohne Boden oder Pflanzen zu berühren. Der Sensorkopf ist unter anderem bestückt mit einem Laser-Vermessungsgerät, Multispektralkameras, einer Infrarotkamera und zwei Spektrometern.

ETH Zürich

Säle

Frühkartoffelernte durch Niederschläge beeinträchtigt

Frühkartoffelernte durch Niederschläge beeinträchtigt

Die Situation um die Schweizer Frühkartoffelernte bleibt angespannt. In vielen Feldern kann aufgrund der Nässe nicht geerntet werden.

Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge ist in einigen Regionen der Schweiz bald erreicht, die Böden sind gesättigt und mancherorts stehen Felder unter Wasser. Einzig im Tessin konnten grössere Mengen an Schweizer Frühkartoffeln geerntet werden. In der Westschweiz und dem Seeland standen die Erntemaschinen die meiste Zeit still.

Nicht nur die enormen Wassermengen machen den Kartoffelproduzenten zu schaffen, auch der Krankheitsdruck auf die Kulturen steigt zusehends an. Schneckenfrass und Krautfäule breiten sich aufgrund der Nässe aus, wodurch auch die Qualität der Frühkartoffeln leiden wird.

Das trübe Wetter wirkt sich auch auf den Absatz und die Konsumstimmung aus. Der Handel meldet schlechte Abverkäufe und ein verhaltenes Kaufverhalten.
Aufgrund der fortgeschrittenen Knollengrössen wird das Kaliber für die Frühkartoffeln auf 30 bis 60 mm geöffnet. Trotz den schwierigen Erntebedingungen ist der Ernte- bzw. Lieferzeitpunkt konsequent mit dem Abnehmer zu vereinbaren.

swisspatat

Säle

Biowinzer der Jahres wird ein Westschweizer

Biowinzer der Jahres wird ein Westschweizer

Westschweizer Winzer und pilzwiderstandsfähige Rebsorten sind die grossen Gewinner beim Schweizer Bioweinpreis. Zwei von drei Trophäen gehen in die Romandie - darunter die Auszeichnung zum «Biowinzer des Jahres». Der beste Biorotwein aber wird in Meilen ZH gekeltert. Insgesamt nahmen rund 140 Weine am 3. Schweizer Bioweinpreis teil. Der Wettbewerb wird von Vinum unter dem Patronat von Bio Suisse durchgeführt.

Der Schweizer Bioweinpreis ist ein Gradmesser für die dynamische Entwicklung in diesem Bereich. Schon im letzten Jahr hatten Weine aus pilzwiderstandsfähigen (Piwi) Neuzüchtungen bewiesen, dass sie den Gewächsen aus traditionellen Sorten (Chasselas, Chardonnay, Pinot Noir etc.) ebenbürtig sind. Dieses Jahr hat sich diese Tendenz weiter akzentuiert. Das Weingut Sitenrain in Meggen LU, das 2015 mit seinem Solaris die Kategorie Weisswein gewann, landete nun mit dem Solaris Barrique 2014 auf dem 2. Platz. Geschlagen wurde er einzig vom Johanniter Grand Cru 2014 der Domaine La Capitaine aus dem Waadtland.

Auch bei den Rotweinen gewann mit dem Merlot-Cabernet 2014 vom Turmgut von Barbara und Markus Weber im zürcherischen Erlenbach ein Wein, der aus den Piwi-Sorten Cabernet Jura, Cabertin und Merlotin gekeltert worden ist. Reüssiert haben vor allem klar strukturierte Weine, die eher mit Frische und Finesse und weniger mit opulentem Charme zu überzeugen vermochten.

Zum «Biowinzer des Jahres» kürte die Profi-Jury Jean-Denis Perrochet von der Domaine de La Maison Carrée in Auvernier NE. Er erreichte mit seinem Neuchâtel Blanc Vin sur Lie und seinem Pinot Noir Le Lerin die beste Durchschnittsnote aller Finalwinzer. Mit burgundischem Esprit und biodynamischem Anbau produziert er ungeschliffene Diamanten im besten Sinne.

Zum 3. Schweizer Bioweinpreis wurden 139 Weine von 45 Winzern eingereicht. Die 73 Weiss- und 66 Rotweine wurden in einem zweistufigen Auswahlsystem blind verkostet und bewertet. Nach der Benotung auf der Vinum-Redaktion wurden die 15 besten Gewächse jeder Kategorie von Grund auf von einer Fachjury aus Weinexperten der Deutsch- und Westschweiz neu bewertet.

Schweizer Bioweinpreis 2016: Die Sieger im Überblick

  • Bester Weisswein: La Côte AOC Johanniter Grand Cru 2014 | Domaine La Capitaine | Begnins (VD) 
  • Bester Rotwein: Zürichsee AOC Merlot-Cabernet 2014 | Turmgut Erlenbach | Meilen (ZH) 
  • Biowinzer des Jahres: Domaine de La Maison Carrée | Jean-Denis, Christine et Alexandre Perrochet | Auvernier (NE)| Neuchâtel Blanc Vin sur Lie und Pinot Noir Le Lerin

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