Pflanzenschutz

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News aus ufarevue.ch

Bäume pflanzen per Drohne

Bäume pflanzen per Drohne

In Deutschland werden derzeit Möglichkeiten geprüft, Drohnen zur Wiederaufforstung einzusetzen.

Im Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Thüringens (D) werden Stand und Möglichkeiten des Drohneneinsatzes in der Forstwirtschaft seit Jahren intensiv beleuchtet. Das englische Unternehmen Biocarbon aus Oxford, gegründet von einem ehemaligen NASA-Ingenieur, will jetzt Drohnen bei Wiederaufforstungen von Wäldern einsetzen und damit teure Pflanzverfahren von Hand ersetzen. Bisher wurden Drohnen als kostengünstige und hochflexible Methode zur Gewinnung von forstlichen Fernerkundungsdaten eingesetzt, aber kaum im direkten forstbetrieblichen Einsatz.

Die neueste Drohnengeneration ist in der Lage, auch höhere Lasten transportieren zu können. Weiterer entscheidender Vorteil der Drohne: Durch ihre niedrige Flughöhe ist sie weitgehend unabhängig von der Jahreszeit und den Wetterbedingungen. Zunächst erkundet eine Drohne das Aufforstungsgebiet, definiert die idealen Pflanzstandorte und verarbeitet die Daten zu einer Karte. Eine zweite «Pflanzdrohne» orientiert sich an dieser Karte und schiesst im Tiefflug mit Druckluft kleine Patronen in den Boden. Deren Hülle zersetzt sich allmählich und gibt einen vorgekeimten Samen frei, der in ein Nährstoffgel eingebettet ist. Pro Minute können so bis zu zehn Bäume gepflanzt werden.

ThüringenForst

Redaktion

Wie Pflanzen ihre Blätter abwerfen

Wie Pflanzen ihre Blätter abwerfen

Ohne sie gäbe es kein raschelndes Laub auf herbstlichem Boden: Peptidhormone heissen die Substanzen, die den Blattabwurf bewirken. Forschende der Universität Hohenheim haben nun herausgefunden, wie diese Peptidhormone gebildet werden.

Laubabwurf und Blutzuckerspiegel – zwei Dinge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch das täuscht: Beide Vorgänge werden durch Hormone mit Protein-Struktur, sogenannte Peptidhormone, reguliert. Beim Blutzucker ist dies das allgemein bekannte Insulin. Dass Peptidhormone auch bei Pflanzen eine wichtige Rolle spielen, weiss man erst seit wenigen Jahren. «Sie sind etwa bei der Abwehr von Insekten von Bedeutung, und sie steuern Entwicklungsprozesse – wie zum Beispiel den Abwurf von Pflanzenorganen», erklärt Prof. Dr. Andreas Schaller, Pflanzenphysiologe an der Universität Hohenheim.

Doch eine Frage war bis jetzt noch völlig offen: Wie die Pflanze solche Peptidhormone bildet. Diese Lücke konnte Prof. Dr. Schaller gemeinsam mit Dr. Annick Stintzi und seinen Mitarbeitern Katharina Schardon und Matthias Hohl nun schliessen.
Wenn die Pflanze Peptidhormone herstellt, bildet sie im ersten Schritt eine Vorstufe. «Das ist ein grösseres Protein, aus dem das kleine Hormon anschliessend herausgeschnitten wird», erklärt Prof. Dr. Schaller. «Wir konnten klären, wie dieser Prozess funktioniert und welche Enzyme, auch Proteasen genannt, diese Proteinspaltung kontrollieren.»

Als Beispiel dient dem Forscherteam das Peptidhormon, das für den Abwurf von Pflanzen-Organen verantwortlich ist – der Laubblätter im Herbst ebenso wie der Blütenblätter nach der Bestäubung. Untersucht wurde die Frage an der Acker-Schmalwand Arabidopsis thaliana, die in der Forschung häufig als Modellpflanze fungiert.

An dem Abwurf der Blütenblätter bei dieser Pflanze sind mehrere Proteasen beteiligt, die auch füreinander in die Bresche springen, wenn eine ausfällt. Deshalb müssen die Wissenschaftler alle Proteasen gleichzeitig hemmen, um ihre Funktion zu ermitteln. «Wir bringen die Pflanze dazu, selbst genau an der Blütenansatzstelle einen Hemmstoff zu bilden», erläutert der Experte. «Und dafür nehmen wir einen anderen Organismus als Werkzeug.» Ein Pilz, der Erreger der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel, ist dieses Werkzeug. Er ist in der Lage, den Hemmstoff zu bilden. Das dafür verantwortliche Gen schleust die Pflanzenphysiologen in die Acker-Schmalwand ein. Das Ergebnis: Die Pflanze wirft die Blütenblätter nicht mehr ab. «Daher wissen wir nun, dass die Proteasen für diesen Vorgang verantwortlich sind», schlussfolgert Prof. Dr. Schaller.

Um die Proteasen noch genauer zu betrachten, isolieren die Forscher sie aus der Pflanze und testen im Labor, welche von ihnen das Peptid spalten kann. «Letztendlich sind es drei Proteasen, die für den Abwurf der Blütenblätter nötig sind», berichtet der Forscher. «Es handelt sich um sogenannte Subtilasen, eng verwandt mit Substanzen, die in Waschmitteln gegen Proteinflecken zum Einsatz kommen.»

Dieser grundlegende Prozess dürfte in anderen Pflanzen auf ähnliche Art stattfinden, vermutet Prof. Dr. Schaller. «Und er ist von immenser Bedeutung in der Pflanzenwelt – sowohl für die Natur als auch für die Landwirtschaft.»

Universität Hohenheim

Redaktion

Wein: Rekordernte im Kanton Luzern

Wein: Rekordernte im Kanton Luzern

Frost, Falscher Mehltau, Kirschessigfliege und schliesslich ein schöner September prägten das für die Luzerner Winzerinnen und Winzer schwierige Rebjahr 2016. Die Traubenernte war so hoch wie noch nie. Dies geht aus der amtlichen Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern hervor.

Die Luzerner Winzerinnen und Winzer haben ein schwieriges Rebjahr hinter sich: Der Winter war mild, der Austrieb früh. Ende April führte eine Frostnacht ausserhalb der milden Seelagen zu Schäden an den jungen Trieben. Der Vorsommer war nass und mehrheitlich kühl. Die Vegetation geriet in Rückstand und die starken Niederschläge förderten den Falschen Mehltau. Wer die Trauben nicht rechtzeitig schützen konnte, musste mit Ausfällen rechnen.

Kirschessigfliege verursachte viel Aufwand
Der Spätsommer, insbesondere der September, brachte viel Sonnenschein, wenig Regen und viel Wärme. Die sommerlichen Bedingungen förderten die Reifung. Die Kirschessigfliege blieb den Trauben mehrheitlich fern. Das war aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der starken Schäden bei Kirschen nicht zu erwarten. Wegen der grossen Ungewissheit war die Schadensbegrenzung mit Netzen und mit Kaolin (weisser Ton, mit dem die Trauben behandelt werden) sehr aufwändig. Nicht zuletzt dank dem trockenen Klima in den Rebbergen und den wohl dickeren Beerenhäuten fiel der Schaden durch die Kirschessigfliege schliesslich geringer aus als befürchtet.

Menge so hoch wie noch nie
Mit 374 Tonnen wurden 20 Prozent mehr geerntet als im Vorjahr. So viele Trauben wurden im Kanton Luzern noch nie eingebracht. Mit 676 Gramm pro Quadratmeter (Vorjahr: 588) ist der Flächenertrag optimal und leicht über dem Durchschnitt der Mittellandkantone. Die hohe Erntemenge ist nicht nur durch einen höheren Flächenertrag, sondern auch mit der nach wie vor wachsenden Rebfläche zu begründen. Der Anteil der weissen Trauben ist mit 211 Tonnen deutlich höher als jener der roten Trauben mit 162 Tonnen. 98 Prozent der Menge wird zu Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung «AOC Luzern» verarbeitet.

Die Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald erfasste 42 Sorten auf einer Fläche von 58 Hektaren. Im Vorjahr waren es noch 54 Hektaren. Erhoben wurden 46 Betriebe.

Dienststelle Landwirtschaft und Wald Kt. Luzern

Redaktion

Unkrautunterdrückung durch Untersaaten

Unkrautunterdrückung durch Untersaaten

Untersaaten wie Welsches Weidelgras oder Erdklee können beim Anbau von Biomais Unkräuter wirksam unterdrücken, wie die Ergebnisse einer dreijährigen Studie der Universität Göttingen zeigen.

Forschende der Universität Göttingen (D) untersuchten insgesamt acht verschiedene Untersaaten in Reinsaat auf ihre Fähigkeit, Spätunkräuter beim Maisanbau unter ökologischen Bedingungen wirksam zu unterdrücken. Vor der Einsaat im Juni seien die Bestände durch Striegeln und Hacken unkrautfrei gehalten worden. Die beste Wirkung gegen Unkräuter hätten Varianten mit Welschem Weidelgras und Erdklee gezeigt. Im Vergleich zur Kontrolle habe sich die Sprossmasse der Unkräuter in den Weidelgrasvarianten um über 60% verringert, während sich bei Erdklee die Unkrautmasse um 57% verkleinert habe.

Deutlich weniger effektiv seien dagegen Untersaaten mit Winterroggen. Hier hätten die Wissenschaftler lediglich einen Rückgang um 23% festgestellt. Auch mit Gemengeuntersaaten wie Roggen und Wegwarte seien keine besseren Wirkungsgrade erzielt worden. In zwei Versuchsjahren bei günstiger Witterung und hohen Erträgen mit bis zu 144 dt Trockenmasse Mais pro Hektar sei die Konkurrenz durch die Untersaaten gering und die Kornerträge seien nur um maximal 5% zurückgegangen. Bei ungünstigeren Witterungsverhältnissen, wie sie im dritten Versuchsjahr aufgetreten seien, hätten die Untersaaten dagegen zu Ertragsverlusten von bis zu 20% geführt. 

Derweil liessen sich aus der Studie keine konkrete Aussagen zur positiven Wirkung von Untersaaten auf den Ertrag ableiten, erklärte das BÖLN. Allgemein rieten die Forscher den Praktikern, vor dem Einsatz mögliche Vorteile und Mehrkosten gegeneinander abzuwägen. Bei übermässigem Vorkommen von Problemunkräutern sei die unterdrückende Wirkung von Untersaaten jedoch begrenzt. In potentiellen Trockengebieten sei sogar grundsätzlich von Untersaaten abzuraten, um eine Konkurrenz um das verfügbare Wasser zu vermeiden.

Proplanta

Redaktion

Bienengesundheit: zahlreiche Massnahmen umgesetzt

Bienengesundheit: zahlreiche Massnahmen umgesetzt

Zwei Jahre nach der Gutheissung des Nationalen Massnahmenplans für die Gesundheit der Bienen sind die verlangten Sofort-Massnahmen weitgehend umgesetzt worden. Zudem laufen verschiedene wissenschaftliche Projekte und Initiativen, um die Bienengesundheit nachhaltig zu verbessern und die Bestäubungsleistung zu sichern.

Bienen sind für die Bestäubung einer Vielzahl von Kulturen und vieler Wildpflanzen unverzichtbar. Der Bundesrat hat deshalb am 21. Mai 2014 den nationalen Massnahmenplan für Gesundheit der Bienen gutgeheissen. Einige Massnahmen sollten schnell umgesetzt, andere erst auf ihre Wirkung und Umsetzbarkeit geprüft werden. Der vorliegende Bericht zur Umsetzung des Massnahmenplans fasst Daten zur aktuellen Situation der Honigbienen zusammen, evaluiert die Umsetzung der Sofortmassnahmen und beschreibt den Stand der Abklärungen für mögliche weitere Massnahmen.

Als Sofortmassnahmen zur Förderung der Bienen wurde der Blühstreifen als neue Biodiversitätsförderfläche (BFF) in die Direktzahlungsverordnung aufgenommen. Um Risiken für Bienen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter zu reduzieren, werden in der Zulassung neu Risikominderungsmassnahmen zum Schutz der Bienen neben der Kultur verfügt. Neben akuten werden neu auch chronische Effekte bei der Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln berücksichtigt. Neue Testverfahren für Hummeln und Wildbienen sind unter Beteiligung des Zentrums für Bienenforschung international in Entwicklung.

Abklärungen für weitere Massnahmen sind im Gang
Dank der Tätigkeiten des 2012 geschaffenen, nationalen Bienengesundheitsdienstes (BGD) hat sich das Ausbildungsangebot für Imkerinnen und Imker sowie deren Wissenstand merklich verbessert. Von einer von der Imkerbranche geforderten Einführung einer verpflichtenden Ausbildung für Imkerinnen und Imker wird zum jetzigen Zeitpunkt abgesehen. In der Schweiz wie auch international stellt die Varroamilbe ein Hauptproblem für die Gesundheit der Honigbienen dar. Für den Entscheid über eine mögliche Einführung einer nationalen Bekämpfung der Varroamilbe werden die Ergebnisse eines aktuellen Projekts des BGD abgewartet, in dem die Umsetzbarkeit der im Gesundheitskonzept des BGD enthaltenen Varroabehandlung im Feld geprüft wird.
Um die Bestäubung auch zukünftig sicher zu stellen, empfiehlt es sich, geeignete Lebensräume für Bestäuber im Agrar-, Siedlungsraum und Wald zu schaffen, denn ein Hauptproblem der Wildbienen ist die ungenügende Lebensraumqualität. Es hat sich gezeigt, dass der Blühstreifen eine geeignete BFF ist, um Bestäuber in der Landwirtschaft zu fördern. Ein positiver Effekt auf den Ertrag konnte gezeigt werden. Der Blühstreifen soll in den kommenden Jahren weiter optimiert werden, um neben der Nahrung auch geeignete Strukturen als Lebensraum für Bestäuber zu bieten.

Nicht nur in Kulturlandschaften sondern auch in natürlichen Ökosystemen sind Bienen unentbehrlich. Sie bestäuben den grössten Teil der wildwachsenden Blütenpflanzen. Sie sichern die geschlechtliche Vermehrung der Wildpflanzen und tragen damit zu deren Erhaltung bei. Mit der Revision der Roten Liste der Wildbienen in der Schweiz wird ab 2021 eine aktuelle Zustandsbeschreibung vorliegen. Auf dieser Basis kann entschieden werden, ob es neben den derzeit laufenden Bestrebungen, Wildbienen zu fördern, weitere gezielte Naturschutzmassnahmen braucht, um die seltenen Wildbienenarten zu fördern.

Bundesrat

Redaktion

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