Pflanzenschutz

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Tiefe Erträge bei Gerste und Brotweizen

Tiefe Erträge bei Gerste und Brotweizen

Die Gerstenernte ist nahezu abgeschlossen und wird aktuell auf rund 160‘000 t geschätzt. Beim Brotweizen wie auch der Gerste sind tiefe Erträge und schwache Hektolitergewichte zu verzeichnen. Eine verlässliche Mengenschätzung für Brotweizen und Raps wird erst Mitte August möglich sein.

Swiss granum, die Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, hat am 26. Juli 2016 gestützt auf Rückmeldungen von 32 Sammelstellen eine Einschätzung der Erntesituation 2016 vorgenommen.

Brotweizen
In den frühen Regionen der Westschweiz, des Mittellandes und der Ostschweiz sind zwischen 30 bis 60% des Brotweizens geerntet. In den anderen Regionen hat die Ernte erst begonnen. Die Auswirkungen der tiefen Hektolitergewichte sowie des regional unterschiedlich starken Mykotoxinbefalls können noch nicht abgeschätzt werden. Daher ist zurzeit noch keine Mengeneinschätzung machbar. Eine erste Einschätzung der Brotweizenmenge wird ca. Mitte August anhand der zweiten telefonischen Ernteerhebung von swiss granum möglich sein.
Die regnerischen Wetterbedingungen im Frühling, während und nach der Getreideblüte sowie der teilweise hohe Krankheitsdruck haben beim Brotweizen generell zu tiefen Erträgen und schwachen Hektolitergewichten geführt. Die Erträge weisen ausserdem eine grosse Streuung auf. Sie liegen beim Extenso-Anbau zwischen 35 und 55 dt/ha und beim ÖLN-Anbau zwischen 45 und 75 dt/ha. Die Hektolitergewichte variieren von 68 bis 85 kg/hl. Einzelne Posten mit schwachen Hektolitergewichten sind zu Futtergetreide deklassiert worden. Je nach physischen Möglichkeiten werden Posten mit tieferen Hektolitergewichten in den Sammelstellen separat gelagert. Die Fallzahlen sind gut und liegen zwischen 300 und 400 s. In einzelnen Gebieten liegt ein ausserdem ein starker Befall mit Mykotoxinen vor. Wachsamkeit ist somit weiterhin nötig. Die Ergebnisse des Mykotoxin-Monitorings von swiss granum werden eine detailliertere Beurteilung des Befallniveaus der Ernte ermöglichen.

Gerste
Bis am 26. Juli 2016 war mit Ausnahme einiger Parzellen praktisch die gesamte Gerstenernte abgeliefert. Die Gerste weist insgesamt tiefe bis sehr tiefe Erträge auf. Diese liegen beim Extenso-Anbau zwischen 35 und 60 dt/ha und beim ÖLN-Anbau zwischen 45 und 75 dt/ha. Basierend auf der Hochrechnung wird die inländische Gerstenproduktion aktuell auf 160‘000 t geschätzt. Sie dürfte somit um rund 15% tiefer ausfallen als die Ernte 2015. Es handelt sich jedoch erst um eine provisorische Schätzung.
Die Hektolitergewichte sind ebenfalls schwach bis sehr schwach und liegen zwischen 50 und 65 kg/hl. Posten mit Hektolitergewichten über 70 kg/hl sind dieses Jahr selten. Die trockenen Bedingungen und die warmen Temperaturen während der Ernte ermöglichten jedoch die Übernahme von trockener Gerste mit Feuchtigkeitsgehalten zwischen 10 bis 13%.

Raps
Der Stand der Rapsernte ist je nach Region und Höhenlage sehr unterschiedlich. Im Chablais und im Kanton Genf ist praktisch die gesamte Ernte übernommen worden. In den frühen Regionen in der Westschweiz, im Mittelland und in der Ostschweiz sind erst zwischen 10 bis 80% der Flächen gedroschen. In den späteren Gebieten in höheren Lagen hat die Rapsernte noch nicht begonnen. Verglichen mit den sehr guten Erträgen der Jahre 2014 und 2015 können die Erträge dieses Jahr als zufriedenstellend bis gut eingestuft werden. Sie liegen beim Extenso-Anbau zwischen 25 und 35 dt/ha und beim ÖLN-Anbau zwischen 30 und 45 dt/ha. Die Feuchtigkeitsgehalte liegen zwischen 6 und 11%. Die vorliegenden Zahlen erlauben noch keine verlässliche Schätzung der inländischen Rapsernte. Sie wird jedoch tiefer ausfallen als die Vorjahresernte.

Swiss granum

Redaktion

Rübenpreis 2015

Rübenpreis 2015

Der definitive Rübenpreis für die Ernte 2015 wurde von der Interprofession Zucker auf 44.- Fr./t festgelegt. Für den Anbau 2017 wurde der angestrebte Richtpreis auf 41.- Fr./t gesenkt und eine zusätzliche Quote von 10'000 t Zucker freigegeben.

Schlussabrechnung 2015
Der definitive Rübenpreis 2015 wurde auf 44.- Fr./t festgelegt. Dieser setzt sich aus dem Grundpreis von 38.- Fr./t einer variablen Komponente von 6.- Fr./t zusammen.

Branchenvereinbarung 2017
Die Aussichten für 2017 bleiben wegen der Zuckermarktliberalisierung in der EU ungewiss. Durch die angekündigten Produktionsausdehnungen von deutschen und französischen Zuckerherstellern muss mit einem Verdrängungswettbewerb gerechnet werden. Die Schweizer Zuckerbranche fordere daher zum Schutz vor Dumpingangeboten weiterhin eine moderate Anpassung beim Grenzschutz. Die Interprofession Zucker hat sich für den Anbau 2017 auf stabile Grundpreise sowie Zu- und Abschläge bei der Qualitätsbezahlung geeinigt. Der angestrebte Richtpreis wurde auf 41.- Fr./t gesenkt. Für den Anbau 2017 wurde eine zusätzliche Quote von vorerst 10‘000 t Zucker freigegeben. Bei dieser Zusatzquote beteiligen sich die Pflanzer in den Regionen mit Bahnanfuhr an den Transportkosten. Dementsprechend erfolgt die Verteilung unabhängig von der Transportdistanz in der Reihenfolge der eingegangenen Gesuche. Auch neue Pflanzer können bei der Schweizer Zucker AG ab sofort ein Gesuch einreichen.

Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer SVZ

Säle

Mit Bohnen den Proteingehalt im Mais anheben?

Mit Bohnen den Proteingehalt im Mais anheben?

An der Liebegg wurde in diesem Jahr ein etwas besonderer Versuch im Mais angelegt. Auf einer Versuchsparzelle in Oberentfelden wurde in ein Maisfeld Bohnen eingesät. Die Bohnen nutzen die Maispflanzen als Stütze und sollen den Proteingehalt im Mais anheben. Die Herausforderung ist dabei, den richtigen Saattermin für die Bohnen zu finden. Bei zu später Bohnensaat können sich die Bohnen bis zum Herbst nicht genügend weit entwickeln. Bei zu früher Saat besteht die Gefahr, dass die Bohnen den Mais zu stark konkurrenzieren.

Vorteile von Bohnen im Mais
Bohnen haben einen deutlich höheren Proteingehalt als Mais. Die Einsaat von Bohnen in Mais hat somit zum Ziel, dass der Proteingehalt vom Mais erhöht wird. Dadurch müsste bei der Verfütterung weniger Protein zugefügt werden. Entscheidend für den Proteingehalt des Mais-Bohnen-Gemenges ist, ob die Bohnen bis zur Ernte vom Mais genügend Zeit hatten für die Ausbildung der Hülsen. Ein weiterer Vorteil der Bohnen ist die Stickstofffixierung. Bohnen gehören zu den Leguminosen und haben somit die Fähigkeit, mit Knöllchenbakterien Stickstoff zu fixieren. Dieser Stickstoff steht dem Mais oder später der Folgekultur zur Verfügung. Durch die zusätzlichen Blätter der Bohnen wird der Boden schneller abgedeckt. Dadurch werden Unkräuter besser unterdrückt und der Boden geschützt. Bohnen erhöhen zudem die Biodiversität in den Maisfeldern. 

Praxisversuch der Liebegg
In diesem Jahr testet die Liebegg auf einem Maisfeld in Oberentfelden unterschiedliche Anbauvarianten von Mais-Bohnen-Gemenge. Untersucht wird, wann der optimale Saatzeitpunkt für die Bohnen ist und mit welcher Methode die Bohnen gesät werden sollen. Ein Teil der Versuchsfläche wurde mit einer BreitsaatSämaschine gesät. Der andere Teil mit einer Einzelkorn-Sämaschine. Die Bohnen wurden entweder zur gleichen Zeit wie der Mais gesät, oder aber erst dann, als der Mais das 4-Blattstadium erreicht hatte. Zur Kontrolle wurde in einem Streifen keine Bohnen eingesät. So entstanden fünf Anbauvarianten, die miteinander verglichen werden können. Ziel des Versuches ist es, erste Eindrücke über den Anbau von Mais mit Bohnen zu sammeln. Am 10. Mai wurde der Mais gesät. Damit die Bohen genügend Licht haben, muss die Saatdichte vom Mais auf 75‘000 Körner pro Hektare reduziert werden. Die Saatdichte der Bohnen beträgt auch 75‘000 Körner /ha, so dass im Schnitt jede Bohne eine Maispflanze zum hochwachsen hat. In den Verfahren mit gleichzeitiger Bohnensaat wurde das Saatgut gemischt. Die verwendete Bohnensorte «grünes Posthörnli» eignet sich besonders gut für den Anbau mit Mais. Die Körner dieser Bohne sind praktisch gleich gross wie die Maiskörner. Somit konnte das Saatgut problemlos gemischt und in einem Durchgang gesät werden. Bei der späteren Bohnensaat wurden die Bohnen am 7. Juni mit der Einzelkornsämaschine in den Mais hineingesät. Im Verfahren mit Breitsaat im Mais wurden einige Maispflanzen während der Bohnensaat umgeknickt. Da die Bohnen nicht dieselben Herbizide ertragen wie Mais, wurde im Vorauflauf ein bohnenverträgliches Herbizid gespritzt (Sonderbewilligung notwendig). Die Düngung wurde betriebsüblich ohne Anpassung an die Bohnen durchgeführt. 

Weitere Informationen am Flurgang für Sie und Ihn
An der Liebegg findet am 25. August 2016 um 19.30 Uhr der Flurgang für Sie und Ihn statt. Die Teilnehmer können wählen zwischen einem interessanten Flurgang über die Felder rund um die Liebegg oder einem spannenden Rundgang durch den grossen Liebegger Garten. Auf dem Flurgang wie auch im Garten werden Mais und Bohnen das zentrale Thema sein. Auch an der Liebegg wurden auf einer kleinen Demo-Fläche Bohnen in den Mais gesät. Diese Fläche wird am Flurgang vorgestellt und kann auch vorgängig jederzeit besichtigt werden. Sie befindet sich auf der linken Strassenseite, bei der Liebegger Anfahrt. Weitere Informationen über den Flurgang für Sie und Ihn finden Sie im Weiterbildungsprogramm der Liebegg.

Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg

Redaktion

DE - Wintergersten-Ernte fällt tief aus

DE - Wintergersten-Ernte fällt tief aus

Die Ernte der Wintergerste ist in Deutschland weit vorangeschritten. Die Hektarerträge liegen unter dem Vorjahr.

Der Deutsche Bauernverband rechnet mit einer Wintergersten-Ernte in der Höhe von rund 8.6 Mio. Tonnen, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 1 Mio. Tonnen entspricht. Die Erntemenge liegt dennoch gut 4 Prozent über dem fünfjährigen Durchschnitt, was auf die Ausweitung der Wintergerstenfläche gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen Jahre zurückzuführen ist. Die Hektarerträge liegen bei 6.7 Tonnen – 13 Prozent weniger als im Vorjahr.

Hohe Niederschlagsmengen im Westen Deutschlands in Verbindung mit einer geringen Sonneneinstrahlung hätten zur Ausbildung von kleinen Körnern geführt, teilt der Deutsche Bauernverband mit. Auch die Auswinterungsschäden in Mecklenburg-Vorpommern und die im Nordosten Deutschlands trockenen Wachstumsbedingungen im Frühjahr hätten die Hektarerträge hinter die Erwartungen zurückfallen lassen.

Die Ernte der Wintergerste ist in Deutschland weit vorangeschritten: Mehr als drei Viertel der Fläche wurden bereits gedroschen. Wegen der unbeständigen Witterungsbedingungen musste sie aber immer wieder unterbrochen werden.

Wintergerste wird hauptsächlich zu Futterzwecken angebaut. Die Anbaufläche beträgt knapp 1.29 Mio. Hektaren, gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 32'500 Hektaren.

LID

Redaktion

Schlechte Kartoffelernte bei guter Qualität

Schlechte Kartoffelernte bei guter Qualität

Trotz der anhaltenden Wetterkapriolen erwartet swisspatat eine zufriedenstellende Qualität der Kartoffeln. Der Ertrag wird aber voraussichtlich deutlich schlechter ausfallen.

Zuerst wochenlanger Dauerregen und anschliessend hochsommerliche Temperaturen - das Wetter was nicht ideal für den Katroffelanbau. Deshalb erwartet swisspatat eine unterdurchschnittliche Kartoffelernte in diesem Jahr. Die Qualität der Kartoffeln wird aber voraussichtlich zufriedenstellen sein.

LID

Frei

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