Pflanzenschutz

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News aus ufarevue.ch

Blühstreifen für Nützlinge

Blühstreifen für Nützlinge

In den kommenden Wochen wird die Saat von Blühstreifen für Nützlinge aktuell. Bei sorgfältiger Saatbeetvorbereitung an geeigneten Standorten können die Blühstreifen für Nützlinge wirkungsvoll Getreidehähnchen und Blattläuse in Ackerkulturen reduzieren, wie Studien von Agroscope zeigen. Neu entwickelte Samenmischungen sind im Handel verfügbar. Für die ersten hundert Blühstreifen gibt es das Saatgut von UFA-Samen kostenlos.

Blühstreifen zur Förderung von Bestäubern sind bereits bekannt. Die neu entwickelten Blühstreifenmischungen für Nützlinge fördern gezielt das Ansiedeln und die Entwicklung von Nützlingen wie zum Beispiel Marienkäfer, Laufkäfer oder Schwebfliegen. Diese vermindern das Auftreten von Schädlingen in benachbarten Ackerkulturen. In Praxisversuchen reduzierten Blühstreifen für Nützlinge die Bestände von Blattläusen in Kartoffelfeldern um 77 Prozent. Auch die Schäden an den Kulturen selber fielen markant geringer aus. So reduzierte sich der Getreidehähnchen-Schaden an Winterweizen mit Blühstreifen um vierzig Prozent. Die Schädlingspopulationen von Getreidehähnchen und Kartoffelblattläusen konnten in den Praxisversuchen von Agroscope unter der Schadschwelle gehalten werden; somit können Landwirtinnen und Landwirte dank Blühstreifen Pflanzenschutzbehandlungen einsparen. Eine noch grössere Wirksamkeit kann beobachtet werden, wenn rund um die Felder naturnahe Landschaftselemente wie zum Beispiel Buntbrachen, Hecken oder extensiv genutzte Wiesen den kulturspezifischen Nützlingen nach der Ernte als Standorte und für die Überwinterung zur Verfügung stehen. Nützlinge werden dank attraktivem Blütenangebot der Blühstreifen zu den Kulturen gelockt. Damit die Biodiversitätsförderfläche nicht zur Falle wird, sollte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert und sorgfältig durchgeführt werden, beispielsweise mit Spritzschutz und Antidriftdüsen sowie unter Berücksichtigung der Windverhältnisse.

Erfolgsversprechend sind Ansaaten im April
Blühstreifen sind idealerweise drei bis sechs Meter breit und in der Mitte von Feldern platziert. Sie müssen vor dem 15. Mai gesät werden, damit sie im laufenden Jahr beitragsberechtigt sind. Ansaaten im April führen erfahrungsgemäss zu den besten Resultaten. Die für 2017 vom Bundesamt für Landwirtschaft BLW bewilligten Samenmischungen können im Samenhandel bezogen werden. Das Saatgut für die ersten hundert Blühstreifen für Nützlinge wird von UFA-Samen zur Verfügung gestellt (siehe unten).
Bei der Parzellenwahl ist es wichtig, dass Flächen mit Problemunkräutern wie Blacken, Ackerkratzdisteln und Winden vermieden werden. Auch schattige, vernässte oder verdichtete Standorte eignen sich nicht für Blühstreifen. Was es braucht, ist ein sauberes, gut abgesetztes und nicht zu feines Saatbeet. Auf kleineren Flächen kann von Hand gesät werden. Auf grösseren Flächen erfolgt die Saat vorzugsweise mit einer pneumatischen Sämaschine. Drillsaat sollte vermieden werden, damit auch Pflanzenarten mit sehr kleinen Samen keimen können. Es empfiehlt sich, nach der Saat sorgfältig zu walzen. Wenn möglich ist keine Glattwalze zu verwenden, da bei Niederschlag die Verschlämmungsgefahr grösser ist.

Vielfältige Nahrung für Nützlinge
In der ersten Zeit muss man sich etwas in Geduld üben: Viele Arten in der Mischung keimen erst einige Wochen nach der Saat. Trotzdem entsteht ab Ende Mai ein vielfältiger Pflanzenbestand mit einem grossen Nahrungsangebot, insbesondere für Nützlinge. Der Buchweizen wirkt im Frühsommer normalerweise dominant. Nachdem er seine Funktion als schnell auflaufende Deckfrucht mit frühzeitigem Blütenangebot erfüllt hat, verdorrt er im Hochsommer und tritt seinen Platz an Wildblumen mit einer weniger schnellen Anfangsentwicklung ab. Auf diese Weise hat der Blühstreifen immer wieder ein neues Erscheinungsbild.
Die Fläche sollte speziell in den ersten Wochen nach der Saat auf das Vorkommen von Problemunkräutern, insbesondere Ackerkratzdisteln und Blacken, kontrolliert werden. Diese sollten mechanisch bekämpft werden. Ein Säuberungsschnitt ist zwar erlaubt. Er sollte jedoch grundsätzlich vermieden werden, da er für die meisten Pflanzen, aber auch für Tiere, schädlich ist. Je nach Folgekultur kann der Blühstreifen bis in den nächsten Frühling stehen gelassen werden. Das Schnittgut desselben kann nach der Ernte liegen bleiben oder direkt mit dem Feld gepflügt werden. Zusammen mit dem Saatgut erhalten die Landwirtinnen und Landwirte einen Fragebogen. Um die Mischungen weiterzuentwickeln, sind die Forschenden auf Rückmeldungen aus der Praxis angewiesen.

Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge
Seit 2015 können Landwirtinnen und Landwirte «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» als Biodiversitätsförderfläche (BFF) für den ökologischen Ausgleich anlegen. Über die Plattform «Blühende Lebensräume» koordiniert Agroscope zusammen mit den Partnerinstitutionen FiBL, HAFL und SBV die Weiterentwicklung von blühenden Lebensräumen in der Agrarlandschaft.
2017 sind fünf verschiedene Blühstreifen-Saatmischungen für die Biodiversitätsförderfläche (BFF) bewilligt:
BFF-Blühstreifen für Nützlinge (Frühlingssaat), neu*
BFF-Blühstreifen für Nützlinge (Herbstsaat), neu*
BFF-Blühstreifen für Bestäuber 1 (schnelldeckend), ehemals: SHL Plus
BFF-Blühstreifen für Bestäuber 2 (artenreich), ehemals: Bestäuber Frühling
BFF-Blühstreifen für Nützlinge (Kohlanbau)

*Das Saatgut für die ersten hundert Blühstreifen für Nützlinge wird von UFA-Samen zur Verfügung gestellt. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte direkt bei Agroscope:
L_hc__nimda__epocsorga--trahssob__nahpets; Tel. +41 (0)58 468 72 36

Agroscope

Redaktion

Erfolgreiche Nationale Tagung zur Kirschessigfliege

Erfolgreiche Nationale Tagung zur Kirschessigfliege

Forschende, Produzierende, Fachleute von Unternehmen sowie von Bundes- und Kantons-Behörden haben sich an der der 2. Nationalen Tagung zur Kirschessigfliege über den Fortschritt der Forschungsarbeiten zur Bekämpfung der Kirschessigfliege in der Schweiz und die neusten Versuchsergebnisse informiert.

An der der 2. Nationalen Tagung zur Kirschessigflieg in Wädenswil widmete sich der Vormittag einer Synthese des Stands des Projekts «Nationale Task Force Kirschessigfliege» und den neusten Kenntnissen auf dem Gebiet der biologischen Bekämpfung, sowohl mit einheimischen Parasitoiden wie auch mit Parasitoiden aus dem Ursprungsgebiet des Schädlings.
Am frühen Nachmittag präsentierten Forschende die Ergebnisse aus der praktischen Versuchstätigkeit zur Prüfung von Bekämpfungsverfahren im Beeren, Steinobst- und Rebbau sowie im Bio-Anbau. Basierend auf diesen Erkenntnissen und im Rahmen einer Plenumsdiskussion fragte die externe Moderatorin ausgewählte Vertretende der verschiedenen betroffenen Interessensgruppen (Produktion, Beratung, Handel, Verbände, Vollzug) nach ihren Erwartungen. Der Austausch zwischen den Tagungs-Teilnehmenden und dem Podium machte deutlich, wo die laufenden Forschungsarbeiten bereits Erfolge aufweisen und wo die größeren Herausforderungen liegen: Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit der Hochstamm-Obstproduktion sichergestellt werden? Wie lassen sich die bisher gesammelten Erfahrungen zum Schutz der erstmals im 2016 stark betroffenen Aprikosen nutzen?
Diese Tagung hat dazu beigetragen, die kulturbezogenen Besonderheiten bei der Umsetzung der Strategien gegen die Kirschessigfliege darzulegen und die Teilnehmenden über den neusten Stand der Forschung zu informieren. Darüber hinaus wurde die Thematik aus den verschiedenen Blickwinkeln der Teilnehmenden betrachtet – denn die Probleme sind vielschichtig, doch nur gemeinsam findet sich eine Lösung.

Agroscope

Redaktion

Sonderkulturen: Neuheiten für den Pflanzenschutz

Sonderkulturen: Neuheiten für den Pflanzenschutz

Jährlich werden neue Produkte zur Bekämpfung von
Pflanzenkrankheiten empfohlen. Auch 2017 werden zahlreiche Mittel für Spezialkulturen wie den Obst- und Weinbau sowie den Gemüseanbau zugelassen. Ziel ist, leistungsfähige Pflanzenschutzprodukte zu finden und Krankheitsresistenzen zu vermeiden.

Dieses Jahr profitieren Sonderkulturen von vielen Innovationen im Pflanzenschutz. Dazu gehören Änderungen in der Rezeptur, Widerruf oder Erweiterung der Zulassung sowie neue Produkte.

Obstbau
Kyleo von Omya ist eine Glyphosatmischung mit dem Herbizid 2.4-D. Interessanterweise kann damit mit einer geringeren Glyphosatmenge pro Anwendung ein vergleichbares Bekämpfungsniveau erreicht werden. Das Produkt ist besonders gut geeignet für Anwendungen im Frühjahr. Für eine wirksame Bekämpfung von Winden und Ampfer Ende Sommer ist es hingegen nicht dienlich. Sercadis mit dem Wirkstoff Fluxapyroxad von BASF gehört zur Familie der SDHI-Fungizide. Fontellis von Strähler und Furioso von Omya sind zwei SDHI-Fungizide auf der Basis von Penthiopyrad. Diese beiden neuen SDHI-Produkte gehören zur gleichen Familie wie die Produkte Belli und Moon. Beide neuen Substanzen haben eine leicht systemische Wirkung. Die Fungizide Fontellis/Furioso und Sercadis sind zur Bekämpfung von echtem Mehltau und Schorf an Kernobst identisch anzuwenden. Sercadis darf dreimal im Jahr angewendet werden, während die Anwendung der Mischung Fontellis/Furioso nur einmal erlaubt ist. Diese Bekämpfungsmittel müssen mit Captan oder Dithianon gemischt werden. Die SDHI-Produkte werden einmal bei Ende der Blüte präventiv eingesetzt.

Gemüseanbau
Buctril von Bayer ist ein Herbizid gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter und wird beim Zwiebel und Lauchanbau eingesetzt. Es enthält Bromoxynil, eine Substanz mit Blattwirkung, und ist dem Oxynil von Topper ähnlich. Buctril wird genau zum richtigen Zeitpunkt zugelassen, da Goal und Topper die Zulassungen entzogen wurden. Buctril wird kombiniert eingesetzt und kann mit Bandur gemischt angewendet werden.

Produkte gegen echten Mehltau im Weinbau
Bei Maestro von Leu+Gygax handelt es sich um eine neuartige Mischung mit Tebuconazol (ISS) mit Bupirimat. Das Produkt ist zur Bekämpfung von Schwarzfäule und echtem Mehltau bei Weinreben für jährlich maximal drei Anwendungen zugelassen. Bupirimat wirkt gegen echten Mehltau und wird seit vielen Jahren erfolgreich im Obstbau eingesetzt. Im Gegensatz zu den übrigen Bekämpfungsmitteln gegen echten Mehltau ist bei diesem Produkt der Wirkort ein völlig anderer Novix von der Firma Stähler ist ein neues Produkt der ISS Gruppe mit Tetraconazol. Dieser neue Wirkstoff wird erfolgreich gegen Mehltau und Schwarzfäule eingesetzt. Die hohe Wirkung ist wahrscheinlich unter anderem auf seine grosse Wasserund Fettlöslichkeit zurückzuführen. Wie bei allen ISS-Produkte sind maximal drei Anwendungen pro Saison erlaubt. Auch Sercadis wird zur Bekämpfung von echtem Mehltau, mit einer partiellen Wirkung gegen Schwarzfäule, zugelassen. Obwohl drei Anwendungen jährlich zugelassen sind, empfiehlt BASF maximal zwei Anwendungen im Wechsel mit anderen Fungiziden. Das Mittel wird präventiv nach der Blüte eingesetzt. 

Produkte gegen falschen Mehltau im Weinbau
Ampexio von Syngenta ist eine Mischung mit Mandipropamid (Pergado) und Zoxamid (Amaline Flow). Zoxamid ist eine Substanz, die sehr rasch an der Wachsschicht der Kutikula haften bleibt und sich allmählich im Blattgewebe verteilt. Escort von Omya enthält Cymoxanil und Zoxamid. Cymoxanil hat eine sehr kurze Wirkungsdauer und es wird empfohlen, zur Unterstützung von Zoxamid ein Kontaktfungizid beizugeben. Für Produkte mit dem Inhaltsstoff Zoxamid sind pro Jahr und Parzelle maximal drei Anwendungen möglich. Valis F von der Firma Leu+Gigax ist ein Amidecarbamat. Das Produkt besteht aus Valifenalate und Folpet und ist mit den anderen Fungizide dieser Gruppe wie Forum Star, Melody Combi, Pergado und Vincare vergleichbar. Wie diese Produkte darf Valis F höchstens dreimal pro Saison zur Bekämpfung von falschem Mehltau eingesetzt werden und besitzt auch eine partielle Wirkung gegen Botrytis.

UFA-Revue 02/2017

Redaktion

Körnerleguminosen in Mischkultur

Körnerleguminosen in Mischkultur

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) veröffentlichte ein neues Merkblatt zum Thema «Erfolgreicher Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide».

Das neue Merkblatt «Erfolgreicher Anbau von Körnerleguminosen in Mischkultur mit Getreide» wurde vom FiBL erstellt und beschreibt die Anbaueignung der vielversprechendsten, in Praxisversuchen getesteten Körnerleguminosen-Getreide-Mischungen und vermittelt vertiefte Informationen zu Anbau, Wirtschaftlichkeit und Verwendung bewährter Mischungen in der Schweiz.

FiBL

Redaktion

Schweizer Pilzmarkt wächst

Schweizer Pilzmarkt wächst

Die Schweizer Pilzproduzenten konnten die Champignonproduktion im Jahr 2016 um fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr ausbauen.

Die Mitglieder des Verbands Schweizer Pilzproduzenten VSP steigerten 2016 die Erntemenge an Champignons um 2.9% gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum liege jedoch mit 168t um 10t hinter dem überproportional gestiegenen Importwachstum (176t / +7.2%), wie der Verband mitteilte.
Bei den Edelpilzen entspricht die Produktionsmenge für Shiitake mit gut 78t jener des Vorjahres. Austernpilze wurden 108t produziert, was -18.7% entspricht. Kräuterseitlinge und übrige Edelpilze wurden 78t produziert und weisen eine Zunahme von 17.5% aus.

Verband Schweizer Pilzproduzenten VSP

Redaktion

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