Pflanzenschutz

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Unkrautunterdrückung durch Untersaaten

Unkrautunterdrückung durch Untersaaten

Untersaaten wie Welsches Weidelgras oder Erdklee können beim Anbau von Biomais Unkräuter wirksam unterdrücken, wie die Ergebnisse einer dreijährigen Studie der Universität Göttingen zeigen.

Forschende der Universität Göttingen (D) untersuchten insgesamt acht verschiedene Untersaaten in Reinsaat auf ihre Fähigkeit, Spätunkräuter beim Maisanbau unter ökologischen Bedingungen wirksam zu unterdrücken. Vor der Einsaat im Juni seien die Bestände durch Striegeln und Hacken unkrautfrei gehalten worden. Die beste Wirkung gegen Unkräuter hätten Varianten mit Welschem Weidelgras und Erdklee gezeigt. Im Vergleich zur Kontrolle habe sich die Sprossmasse der Unkräuter in den Weidelgrasvarianten um über 60% verringert, während sich bei Erdklee die Unkrautmasse um 57% verkleinert habe.

Deutlich weniger effektiv seien dagegen Untersaaten mit Winterroggen. Hier hätten die Wissenschaftler lediglich einen Rückgang um 23% festgestellt. Auch mit Gemengeuntersaaten wie Roggen und Wegwarte seien keine besseren Wirkungsgrade erzielt worden. In zwei Versuchsjahren bei günstiger Witterung und hohen Erträgen mit bis zu 144 dt Trockenmasse Mais pro Hektar sei die Konkurrenz durch die Untersaaten gering und die Kornerträge seien nur um maximal 5% zurückgegangen. Bei ungünstigeren Witterungsverhältnissen, wie sie im dritten Versuchsjahr aufgetreten seien, hätten die Untersaaten dagegen zu Ertragsverlusten von bis zu 20% geführt. 

Derweil liessen sich aus der Studie keine konkrete Aussagen zur positiven Wirkung von Untersaaten auf den Ertrag ableiten, erklärte das BÖLN. Allgemein rieten die Forscher den Praktikern, vor dem Einsatz mögliche Vorteile und Mehrkosten gegeneinander abzuwägen. Bei übermässigem Vorkommen von Problemunkräutern sei die unterdrückende Wirkung von Untersaaten jedoch begrenzt. In potentiellen Trockengebieten sei sogar grundsätzlich von Untersaaten abzuraten, um eine Konkurrenz um das verfügbare Wasser zu vermeiden.

Proplanta

Redaktion

Bienengesundheit: zahlreiche Massnahmen umgesetzt

Bienengesundheit: zahlreiche Massnahmen umgesetzt

Zwei Jahre nach der Gutheissung des Nationalen Massnahmenplans für die Gesundheit der Bienen sind die verlangten Sofort-Massnahmen weitgehend umgesetzt worden. Zudem laufen verschiedene wissenschaftliche Projekte und Initiativen, um die Bienengesundheit nachhaltig zu verbessern und die Bestäubungsleistung zu sichern.

Bienen sind für die Bestäubung einer Vielzahl von Kulturen und vieler Wildpflanzen unverzichtbar. Der Bundesrat hat deshalb am 21. Mai 2014 den nationalen Massnahmenplan für Gesundheit der Bienen gutgeheissen. Einige Massnahmen sollten schnell umgesetzt, andere erst auf ihre Wirkung und Umsetzbarkeit geprüft werden. Der vorliegende Bericht zur Umsetzung des Massnahmenplans fasst Daten zur aktuellen Situation der Honigbienen zusammen, evaluiert die Umsetzung der Sofortmassnahmen und beschreibt den Stand der Abklärungen für mögliche weitere Massnahmen.

Als Sofortmassnahmen zur Förderung der Bienen wurde der Blühstreifen als neue Biodiversitätsförderfläche (BFF) in die Direktzahlungsverordnung aufgenommen. Um Risiken für Bienen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter zu reduzieren, werden in der Zulassung neu Risikominderungsmassnahmen zum Schutz der Bienen neben der Kultur verfügt. Neben akuten werden neu auch chronische Effekte bei der Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln berücksichtigt. Neue Testverfahren für Hummeln und Wildbienen sind unter Beteiligung des Zentrums für Bienenforschung international in Entwicklung.

Abklärungen für weitere Massnahmen sind im Gang
Dank der Tätigkeiten des 2012 geschaffenen, nationalen Bienengesundheitsdienstes (BGD) hat sich das Ausbildungsangebot für Imkerinnen und Imker sowie deren Wissenstand merklich verbessert. Von einer von der Imkerbranche geforderten Einführung einer verpflichtenden Ausbildung für Imkerinnen und Imker wird zum jetzigen Zeitpunkt abgesehen. In der Schweiz wie auch international stellt die Varroamilbe ein Hauptproblem für die Gesundheit der Honigbienen dar. Für den Entscheid über eine mögliche Einführung einer nationalen Bekämpfung der Varroamilbe werden die Ergebnisse eines aktuellen Projekts des BGD abgewartet, in dem die Umsetzbarkeit der im Gesundheitskonzept des BGD enthaltenen Varroabehandlung im Feld geprüft wird.
Um die Bestäubung auch zukünftig sicher zu stellen, empfiehlt es sich, geeignete Lebensräume für Bestäuber im Agrar-, Siedlungsraum und Wald zu schaffen, denn ein Hauptproblem der Wildbienen ist die ungenügende Lebensraumqualität. Es hat sich gezeigt, dass der Blühstreifen eine geeignete BFF ist, um Bestäuber in der Landwirtschaft zu fördern. Ein positiver Effekt auf den Ertrag konnte gezeigt werden. Der Blühstreifen soll in den kommenden Jahren weiter optimiert werden, um neben der Nahrung auch geeignete Strukturen als Lebensraum für Bestäuber zu bieten.

Nicht nur in Kulturlandschaften sondern auch in natürlichen Ökosystemen sind Bienen unentbehrlich. Sie bestäuben den grössten Teil der wildwachsenden Blütenpflanzen. Sie sichern die geschlechtliche Vermehrung der Wildpflanzen und tragen damit zu deren Erhaltung bei. Mit der Revision der Roten Liste der Wildbienen in der Schweiz wird ab 2021 eine aktuelle Zustandsbeschreibung vorliegen. Auf dieser Basis kann entschieden werden, ob es neben den derzeit laufenden Bestrebungen, Wildbienen zu fördern, weitere gezielte Naturschutzmassnahmen braucht, um die seltenen Wildbienenarten zu fördern.

Bundesrat

Redaktion

Goldgelbe Vergilbung erstmals im Wallis

Goldgelbe Vergilbung erstmals im Wallis

Die Rebenkrankheit goldgelbe Vergilbung wurde zum ersten Mal im Wallis nachgewiesen. Zur Bekämpfung der gefährlichen Krankheit veranlassen die zuständigen Behörden obligatorische Massnahmen.

Im Rahmen der phytosanitarischen Überwachung der Reben wurde durch die Dienststelle für Landwirtschaft (DLW) ein erster Fall der goldgelben Vergilbung im Wallis entdeckt. Die auf 45 verdächtigen Rebstöcken in 19 verschiedenen Parzellen im Zentralwallis vorgenommenen Analysen im Labor von Agroscope in Changins bestätigen die Präsenz der Krankheit bei zwei Proben der Sorte Chasselas in Fully. Der Herd der Krankheit konnte noch nicht festgestellt werden, aber das nachweisliche Auftreten der goldgelben Vergilbung erfordert ab sofort und systematischer ab 2017 eine Serie obligatorischer Massnahmen mit dem Ziel, die Krankheit vollständig auszurotten.

Besonderheiten der Krankheit
Die goldgelbe Vergilbung ist eine Krankheit der Rebe, die durch Mikroorganismen (Phytoplasmen) verursacht wird und durch Verhinderung der Saftzirkulation zum teilweisen oder vollständigen Absterben der befallenen Reben führt. Es ist ohne Zweifel die schlimmste Gelbverfärbung der Rebe, da sie sich sehr schnell auf einer Parzelle und im ganzen Weinberg ausbreiten kann. Sie wurde aufgrund der Vorgaben der Bundesverordnung über den Pflanzenschutz als Quarantänekrankheit mit einer obligatorischen Meldepflicht klassifiziert. Bisher war die Krankheit in der Schweiz nur im Tessin bekannt, wo sie seit 2004 auftritt. Im Norden der Alpen wurden bisher erst zwei Fälle in zwei Waadtländer Gemeinden im Jahr 2015 entdeckt.
In den Rebbergen wird die goldgelbe Vergilbung durch ein Insekt/Vektor (Scaphoideus titanus) von Rebe zu Rebe übertragen. Dieses wurde erstmals 2013 im Zentralwallis eingefangen, wo es bis heute in einer relativ geringen Dichte präsent ist. Die Verwendung von kontaminiertem Pflanzenmaterial (Setzlinge, Schösslinge, Unterlagen) ist der Hauptfaktor der Ausweitung der Krankheit von einer Region zur anderen.

Symptome
Die drei Symptome der goldgelben Vergilbung erscheinen auf den Pflanzen ab dem Monat August und sind bis zum Abfall der Blätter sichtbar: Verfärbung der Blätter mit gleichzeitigen Einrollen nach unten, Austrocknung oder Verwelken der Traube, Nicht-Aushärtung der Ranke.
Eine andere Gelbverfärbung, Schwarzholzkrankheit genannt, ist weniger gefährlich, aber im Wallis seit 1991 bekannt. Diese führt zu denselben Symptomen wie die goldgelbe Vergilbung und kann die Symptome dieser Krankheit überdecken. Daher ist eine Laboranalyse zur Bestätigung der Krankheit nötig.

Bekämpfungsmassnahmen
Es gibt keine heilende Behandlung gegen die goldgelbe Vergilbung. Daher sind die Bekämpfungsmassnahmen vorbeugend oder indirekt und beinhalten das Ausreissen und die Vernichtung der befallenen Rebstöcke, die Bekämpfung des Vektors S. titanus im Perimeter, wo die Krankheit auftritt, und die Behandlung der Setzlinge mittels Thermotherapie, mit dem Ziel, gesundes Pflanzenmaterial Vitis zu produzieren (Rebschulisten) und versehen mit einem phytosanitarischen Pflanzenpass mit dem Zeichen ZP-d4 in Umlauf zu bringen.
Die Umsetzung dieser Massnahmen soll zur Ausrottung der Krankheit führen. Gegebenenfalls können die Massnahmen gelockert werden, wenn in einem Sektor während zwei Jahren keine neuen befallenen Reben entdeckt werden.

Vorgehen und Informationen in Zukunft
Ein Beschluss der DLW betreffend Bekämpfungsperimeter gegen den Vektor und die weiteren zu treffenden obligatorischen Massnahmen auf der Basis der aktuellen Bundesrichtlinie ist in Vorbereitung. Dieser wird im Einverständnis mit dem pyhtosanitarischen Dienst des Bundes, Agroscope Changins und der Gemeinde an die lokalen Gegebenheiten angepasst. Zudem werden auch die Erfahrungen in den Kantonen Waadt und Tessin berücksichtigt.
Die Walliser Winzer werden periodisch über die zu treffenden Massnahmen und die Entwicklung der Situation informiert werden (phytosanitarische Mitteilungen). Die betroffenen Gemeinden, Rebschulen und Winzer, welche Rebstöcke ausreisen müssen, werden durch gezielte Schreiben informiert.

Kanton Wallis, Dienststelle für Landwirtschaft

Redaktion

Prachtvolle Schweizer Christbäume

Prachtvolle Schweizer Christbäume

In über einer Million Haushalten wird Weihnachten auch dieses Jahr mit einem frischen Christbaum gefeiert. Über dessen Herkunft machen sich jedoch viele Leute keine Gedanken. Dabei spricht vieles für den Kauf einheimischer Bäume – heuer sind sie besonders robust und schön.

Nicht nur der Obst- und Ackerbau sind vom Verlauf der Witterung abhängig, auch unsere Christbaumkulturen reagieren auf diese Einflüsse. Während Weinreben und Obstbäume mancherorts stark unter dem Spätfrost anfangs Mai gelitten haben, war 2016 für die heimischen Nadelbäumchen ein Top-Jahrgang: Der Frost konnte ihnen nichts anhaben, der nasse Frühling bescherte den Bäumen viel Wasser und verlieh ihnen üppige Nadeln in tiefgrüner Farbe. Der lange und warme Sommer führte schliesslich dazu, dass die Nadeln gut ausreiften und eine matt glänzende Wachsschicht bildeten. Deshalb sind die Christbäume in diesem Jahr schöner und kräftiger als in anderen Jahren; und erst noch gut haltbar. 

Weihnachtsbäume aus der Schweiz
Etwa 40 bis 45 Prozent der in der Schweiz verkauften Weihnachtsbäume stammen aus dem Inland, aus dem Anbau von Landwirten oder aus dem Wald. Die Mehrheit der Bäume, zumeist Nordmanntannen, stammt aus Dänemark, Deutschland und anderen Ländern, wo sie in riesigen Kulturen angebaut werden. Die Anbauflächen sind dort viel grösser und die Produktionskosten im Vergleich tiefer. Aber trotz der Preisunterschiede steigt die Nachfrage nach Schweizer Weihnachtsbäumen kontinuierlich. Dies aus guten Gründen: Die Schweizer Bäume sind besonders nachhaltig. Denn der Einsatz von chemischen Stoffen und das Düngen sind im Wald ganz verboten und auch in den kleinflächigen Kulturen im Landwirtschaftsgebiet werden viel weniger Hilfsstoffe eingesetzt als in ausländischen Monokulturen. Schweizer Bäume belasten die Umwelt zudem weniger, weil sie nicht über weite Strecken herantransportiert und in stromfressenden Kühlhäusern zwischengelagert werden müssen.

Willkommener Nebenerwerb
Rund 500 Landwirte und Forstbetriebe produzieren Schweizer Christbäume auf geeigneten Parzellen. Der Verkauf dieser Bäume ist für sie ein willkommener Zusatzverdienst und sichert Wertschöpfung im Land. Der Erlös trägt nicht zuletzt zur nachhaltigen Waldpflege bei. Viele Konsumentinnen und Konsumenten kaufen ihren Baum gerne direkt bei einem regionalen Produzenten vor Ort. Die Bäume im Direktverkauf werden in der Regel kurz vor dem Verkauf geschnitten und bleiben länger frisch. Den eigenen Baum in aller Ruhe auszulesen, ist in der Vorweihnachtszeit ein Ritual für viele Erwachsene und Kinder. Auch die meisten Grossverteiler haben neben der Importware einheimische Bäume im Angebot. Die Schweizer Herkunft wird durch verschiedene Labels gekennzeichnet, u.a. von der «IG Suisse Christbaum» oder durch das «Herkunftszeichen Schweizer Holz».

WaldSchweiz

Redaktion

Italien: Fachmesse Interpoma ein voller Erfolg

Italien: Fachmesse Interpoma ein voller Erfolg

Mit 460 Ausstellern aus 24 Ländern und rund 20.000 Besuchern aus über 70 Nationen war die zehnte Auflage der Interpoma die erfolgreichste ihrer Geschichte. Damit war Bozen wieder für drei Tage Welthauptstadt des Apfels.

Die Jubiläumsauflage der Interpoma brachte vom 24. bis 26. November knapp 20.000 Fachbesucher nach Bozen. An den zwei Tagen vor Messebeginn wurde ein Innovation Camp veranstaltet und die dabei entstandenen Projekte von einer Jury bewertet. Den ersten Preis für die beste Idee in Hinsicht auf Konzeption, Entwicklung, Präsentation und Geschäftsmodell erhielt das Team «Repple», das eine neuartige Methode zur Ölgewinnung aus Apfelkernen präsentierte, welche jetzt auf ihre Umsetzung wartet.
Ein grosser Erfolg war auch der dreitägige internationale Kongress «Der Apfel in der Welt». Mit 360 Teilnehmern ausgebucht waren auch die geführten Besichtigungstouren, die während der Messe den internationalen Besuchern angeboten werden, um die modernen Vermarktungs- und Obstbaubetriebe in Südtirol kennen zu lernen. Eine Tour war dabei erstmals dem Bioanbau vorbehalten.
Abgerundet wurde das Eventprogramm mit Veranstaltungen, die von Ausstellern und Partnern der Interpoma organisiert wurden. So präsentierten die beiden Südtiroler Produzentenverbände VOG und VI.P die neue Apfelsorte yello® mit einer Pressekonferenz und Verkostungen. Viele weitere Austeller und Partner nutzten die Vorteile der internationalen Plattform in ähnlicher Form.

Interpoma

Redaktion

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